Generalstreik von Minneapolis
Historische Übersicht
Der achtwöchige Generalstreik der Transportarbeiter (Teamsters Local 574) in Minneapolis legte den gesamten Güterverkehr der Stadt lahm und entwickelte sich zu einer der heftigsten Arbeitsmarkteskalationen in der US-Geschichte. Das primäre strategische Ziel der von militanten Gewerkschaftern geführten Arbeiter war die Anerkennung ihrer Gewerkschaft, die Einführung von Mindestlöhnen und das Ende der absoluten Kontrolle durch die gewerkschaftsfeindliche Arbeitgeberallianz (Citizens Alliance). Nach gewaltsamen Straßenschlachten, dem Einsatz der Nationalgarde und dem berüchtigten „Blutigen Freitag“, an dem die Polizei zwei Streikende tötete, intervenierte die Roosevelt-Regierung. Der schlussendliche Sieg der Arbeiter brach die Macht der Oligarchen in Minneapolis, verwandelte die Stadt in eine Hochburg der organisierten Arbeiterschaft und ebnete den Weg für den landesweiten Durchbruch der Transportarbeitergewerkschaft sowie für den National Labor Relations Act von 1935.