Beginn des Deutsch-Französischen Krieges
Historische Übersicht
Mit der offiziellen Kriegserklärung Frankreichs an Preußen begann der Deutsch-Französische Krieg. Das primäre strategische und geopolitische Ziel des französischen Kaisers Napoleon III. war es, die drohende relative Machtverschiebung durch eine preußische Hegemonie in Mitteleuropa zu verhindern und seine innenpolitisch angeschlagene Position durch einen außenpolitischen Erfolg zu stärken. Preußens Ministerpräsident Otto von Bismarck nutzte den Konflikt jedoch geschickt aus, um die süddeutschen Staaten über bestehende Schutz- und Trutzbündnisse an die Seite des Norddeutschen Bundes zu ziehen. Der darauffolgende deutsche Sieg führte zum Sturz des französischen Kaiserreichs und mündete direkt in die Proklamation des Deutschen Kaisersbeiteils in Versailles.